100 Jahre Kuhhirte

Verfasst am 20. September 2008 von

Denkmal Kuhhirte Bochum

Denkmal “Kuhhirte” in der Bochumer Innenstadt – Datum: 12.05.2005 – Bildnachweis: Stadt Bochum, Presseamt
Zwischen Propsteikirche und Pauluskirche steht das Denkmal von Bochums letztem Kuhhirten, Fritz Kortebusch und seinem treuen Hund.
Bis 1870 führte er das Vieh der Bürger zum kostenlosen Fressen auf die städtische Weide (Vöde), dem heutigen Stadtpark. Nach der Einschmelzung des Denkmals im Zweiten Weltkrieg wurde 1962 eine Nachgestaltung des 1908 errichteten Originals aufgestellt.

Am 20. September des Jahres 2008 veranstaltete die IG Boulevard auf eben diesem ein kleines Stadtfest zu Ehren des letzten Bochumer Kuhhirten Fritz Kortebusch, dessen Denkmal vor 100 Jahren eingeweiht wurde. Bochum 1388 war vor Ort, ebenso einige Kameraden der ersten und der zweiten Kompanie. Hier die Eindrücke des Stadtschreibers:
Nachdem in aller Herrgottsfrühe der Markt aufgebaut wurde und die einzelnen Händler Ihre Waren darboten, begann für das städtische Aufgebot der Tag. An unserem Stand wurde Papier hergestellt, mittelalterliche Spiele konnten getestet werden, einer Marktfrau bei der Herstelleung Ihrer ware zugeschaut (wenn sie sich nicht grad um ihre ganze Kinderschar kümmern musste, schließlich zog die ganze Familie mit auf den Markt) und den Stadtschreiber bei der Arbeit beobachtet werden. Zweimal führte dieser die Offizieren nebst Damen und einigen interessierten Passanten durch Bochum und zeigte ihnen wo in Bochum das Mittelalter versteckt ist. Später ereilte ihn ein Auftrag des Rates, die Höhe des Kirchturmes zu bestimmen, welches er auch für die Zuschauer zufriedenstellen tat.
Die Wachmänner zogen zwischen den eizelnen Ständen und kleinen Läden in der Stadt umher und vergewisserten sich das der Marktfrieden eingehalten wurde und später der Abbau des Marktes reibungslos über die Bühne ging.

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